Digital für die Zukunft aufgestellt?

Digitalisierung ist das Schlagwort unserer Zeit und war es am 4. November beim Sportforum 2019 des Regionssportbundes. Die Parole war: „Die Entwicklung lässt sich nicht aufhalten, und wir machen uns besser die Chancen der Digitalisierung zunutze, um zukunftsfähig zu bleiben, auch im Sportverein.“

Der Regionssportbund will den Vereinen bestmögliche Unterstützung bieten, um sie überlebensfähig zu machen, ihren Prozess in Richtung Digitalisierung im Sportverein anzustoßen und weiterzuentwickeln. Warum nicht überlegen, welche Art von Entlastung für Ehrenamtliche und Engagierte gebraucht wird und dann nach digitalen Möglichkeiten suchen? Digitalisierung bringt Erleichterungen, Zeitersparnis und Vernetzungsmöglichkeiten mit sich. Als Unterstützungstool gedacht, sehen viele in der Digitalisierung jedoch auch eine Verunsicherung.

Interessant waren zu Beginn die Ergebnisse der Vereinsumfrage zum Status Quo der Digitalisierung. Welche digitalen Anwendungen werden von Sportvereinen in den Bereichen Verwaltung, Kommunikation und Sportangebote genutzt.?

In sogenannten Themeninseln stellten Vereine die genannten Anwendungsbeispiele für Programme, Tools explizit vor und gaben einen Überblick über Gesamtkonzepte ( Heransgehensweisen an die Digitalisierung und die strategische Umsetzung). Diese werden im folgenden aufgeführt:

  • SpielerPlus und Homepage mit interaktivem Teambereich – LINDEN DUDES
  • Vereinsverwaltung mit Google Suite – Verein für Jugendkultur & Sport „Gleis D“
  • Online-Meetings und Vereinskommunikation mit Slack – Hannoverscher Radsportclub
  • Papierlose Mitgliederverwaltung und Social Media  – Turn Klubb zu Hannover
  • Einführung digitaler Tools: Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren – Freiwilligendienste im Sport / ASC Göttingen
  • Digitalisierungsfahrplan in der Umsetzung (in großen Vereinen, TSG Bergedorf
  • Workbook Sportverein 2030: Wie steige ich in den Entwicklungsprozess ein und welche Rolle spielt die Digitalisierung? Niedersächsischer Turnerbund
  • Digitale Ehrenamtsfinder – Kompetenzzentrum Ehrenamt im SSB
  • Selbstverwaltung der Vereinsmitglieder über eine digitale Mitgliederplattform – Code & Co.
  • DFBnet – Vereinsverwaltungsprogramm
  • Die repräsentative Homepage und mit dieser zu verknüpfende digitale Möglichkeiten – PASSGEBER

Mir fehlte insgesamt die Frage: Wofür brauchen wir Digitalisierung? Auch wenn in 20 Jahren niemand mehr an digitaler Verwaltung, Vernetzung und Kommunikation vorbeikommt, ist es immer gut, auch analoge Alternativen zu beherrschen.

Bei der SG 74 hat sich die Digitalisierung mehr oder weniger von alleine ergeben. Viele haben Anwendungen aus ihrer Arbeits- oder Lebenswelt eingebracht, Sportverbände haben unterstützt: Internet mit website und e-mail-Verkehr, Buchhaltungs- und Mitgliederverwaltungsprogramme, Teammanagement z. B. Whats app oder google drive etc.

Für die COOP-Vereine empfehle ich ein gemeinsames Vorgehen bei der Digitalisierung und der Einsetzung eines gemeinsamen Digitalisierungsbeauftragten. Dieser sollte ein gemeinsames Digitalisierungskonzept thematisieren und dessen Entwicklung organisieren; zunächst Möglichkeiten, Chancen und Risiken der Digitalisierung im Verbund der COOP-Vereine in die Diskussion bringen.

Manfred Wassmann